Finanztransaktionssteuer

Eine Finanztransaktionssteuer ist eine Steuer auf den Handel mit Finanzinstrumenten. Die Europäische Kommission hat 2013 einen Richtlinienentwurf dazu vorgelegt. Dem Entwurf zufolge sollen in den teilnehmenden Staaten ansässige Institute und dort emittierte Finanzinstrumente der Steuer unterliegen. Aktien und Anleihen sollen mit 0,1 Prozent des Handelsvolumens, Derivate mit 0,01 Prozent des Nennwertes besteuert werden; Transaktionen mit EZB, EFSF, ESM, EU und den nationalen Zentralbanken sollen ausgenommen sein. Die Finanztransaktionssteuer wird häufig mit dem Wirtschaftsnobelpreisträger James Tobin verbunden, der 1972 in Reaktion auf das Ende des Bretton-Woods-Systems eine Steuer auf internationale Devisengeschäfte vorgeschlagen hatte – die „Tobin-Steuer“ –, um kurzfristige Spekulationen einzudämmen.

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